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   "Nine"
 
CYM 05
A. Tronic feat. Céline Rudolph & Dave Liebman
Lichtblau
Stephan Meinberg. Trompete, Flügelhorn
Oli Leicht. Klarinette, Effekte
André Nendza. Kontrabass, Blekete,
Loopes
Christoph Hillmann. Schlagzeug, Elektronik
feat.
Céline Rudolph. Gesang, Effekte
Dave Liebman. Sopran,- Tenor Saxophon
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OpenAmbientMoveJazz
mit dem elektro-akustischem Ensemble A-Tronic.
Lebendige Klangexperiemente und meditative Loopes von den Kindern der
Plastikspielzeug-Generation. Mit der Brillianz einer außergewöhnlichen
Sängerin.
Als besonderer Gast der amerikanische Saxophon Meister Dave Liebman.
CD-Kritik im Jazzpodium
André Nendza sprudelt nur so vor Ideen. Nachdem der Bassist
im vergangenen Jahr sein eigenes Label mit einer Duo-CD mit der Saxophonistin
Angelika Niescier und einer CD seines Quartetts gestartet hat, präsentiert
er mit A.Tronic ein weiteres Bandprojekt. Lichtblau ist eine
thematische Suite. Der Grundcharakter jeder der sieben Kompositionen wird
vom, meist ungeraden, Grundmetrum bestimmt. So heißen die Titel
dann auch lediglich Seven, Five oder Eleven.
Neu ist das soweit erstmal nicht. Das Wie des Weges ist das spannende
Kernelement der CD. Die akustischen Instrumente (Stephan Meinberg an der
Trompete, Oliver Leicht an der Klarinette, Christoph Hillmann am Schlagzeug
und als Gäste die Sängerin Céline Rudolph und Saxophon-Ikone
Dave Liebman) werden - mal mehr, mal weniger - elektronisch angereichert.
Nicht als Selbstzweck freilich, sondern weil man sich auf die Suche nach
der Essenz der Kompositionen macht. Nendza ließ den Musikern viele
Freiheiten bei der Ausgestaltung der Stücke. Nach eigenem Bekunden
legte er ihnen lediglich Lead-sheets vor, aus denen dann gemeinsam das
Stück entwickelt wurde. Und so sind auch weder Rudolph und Liebman
noch die anderen Musiker herausgestellte Solisten, sondern ihre Beiträge
werden zu Teilen eines großen Ganzen. Fast jedes Stück erhält
einen ostinaten Groove, der das melodische Geschehen auf vielfältige
Weise beeinflusst. Mal schiebt er sich wie in Eleven unaufdringlich
unter ein luftiges Bläserarrangement, mal ist er wie in Four
Begleiter einer Ohrwurmmelodie, und in Thirteen führt
er das Geschehen forsch voran. In keinem Stück fällt dem Groove
dieselbe Rolle zu. Auf dieser Ebene greift dann auch Nendza selbst am
meisten ins Geschehen ein und lenkt es nach seinen eigenen Vorstellungen.
Zusammengeführt werden diese vielgestaltigen Kleinodien durch sechs
Short cuts, kleine atmosphärische Schnipsel, die mit
Collageneffekten und Samplings die Stimmung des jeweils folgenden Titel
bereits andeuten. A.Tronic zeigen, das Jazz und Elektronik nicht zwangsläufig
mit monotoner Fusion oder orientierungslosen Beat-Exzessen gleichzusetzen
sind. Ihr Entdeckergeist scheint aus dem Bedürfnis erwachsen, den
Jazz nicht im Museum versauern zu lassen. In Zeiten, wo Jazzpreise oft
nach der Breitenwirkung der Musik und weniger nach deren kreativen Potential
vergeben werden, zeigt André Nendza eine Alternative auf. Er kleckert
und jammert nicht, er tut was und klotzt.
(Thorsten Meyer July 2002)
CD-Kritik im Jazzthing
Der Versuch, elektronisch erzeugte, gesampelte Klänge mit live
gespielter Musik zu mischen, ist auch und gerade für Jazzmusiker
reizvoll. Und am Beispiel von André Nendzas Bandprojekt A.Tronic
zeigt sich, wie kreativ und spannend auch deutsche Musiker sich auf diesen
Versuch einlassen. Der im kleinen, zwischen Köln und Düsseldorf
gelegenen und durch einen großen Chemie-Konzern und Fußballclub
berühmten Städtchen lebende und arbeitende André Nendza
ist ein umtriebiger Mensch: Er ist nicht nur ein versierter Kontrabassist,
intelligenter Komponist und vielseitiger Bandleader, sondern hat darüber
hinaus seit drei Jahren sein eigenes Label Crecycle music. Gerade erschienen
ist die neue CD Lichtblau seines eigenwilligen, zwischen hangemachter
und elektronischer Musik pendelnden Bandprojekts A.Tronic mit der Sängerin
Céline Rudolph, dem Trompeter Stephan Meinberg, dem Klarinettisten
Oliver Leicht und dem Drummer Christoph Hillmann. Lichtblau,
unter anderem inspiriert von Edgar Reitz TV-Mehrteiler Die
zweite Heimat, ist
eine 13-teilige Suite, in der die Musiker kreativ akustische, live eingespielte,
mit kraftvollen groovenden Ostinati durchsetzte Klangflächen elektronisch
verfremden und bearbeiten. Dabei entwickeln die jeweiligen Sätze
unverkrampfte und atmosphärisch dichte, stets experimentierfreudige
musikalische Stimmungen, die Nendza treffend als Open Ambient Move
Jazz bezeichnet.
(Martin Laurentius Juni 2002)
CD-Kritik inGitarre & Bass
Ein wichtiger europäischer Kontrabassist und vor allem sehr
produktiver Musiker ist der Leverkusener André Nendza, der mit
A.Tronic ein neues Projekt am Start hat, das Elektronik, Effekte, Loops
& Samples integriert. Aber auch auf Lichtblau steht moderner,
offener Jazz im Zentrum, gelegentlich stark geprägt durch Gast-Sängerin
Céline Rudolph und Dave Liebman.
(Lothar Trampert Juni 2002)
CD-Kritik inFono-Forum/Stereo
Man hört, dass die Gruppe A.Tronic ein gut eingespieltes Quartett
ist, das mit seiner subtilen Mischung akustischer und elektronischer Klänge
einen ganz eigenen Sound gefunden hat. Und doch ist Lichtblau
nicht einfach die Dokumentation einer Band, sondern eine richtige
CD, bei der Gastmusiker Céline Rudolph und Dave Liebman in einen
interessanten Kontext eingebaut werden. Zudem versteht es Nendza auch
noch, musikalische Geschichten zu erzählen, die sich nicht nur der
Logik eines geschulten Jazzers erschließen. Vier Sterne = Sehr gut.
(Stephan Richter Juni 2002)
CD-Kritik inWestzeit
Die "Lichtblau-Suite dreht sich um die Künstlerszene der
sechziger Jahre und wurde erstmals vom André Nendza Septet gespielt
und findet hier ihre Fortsetzung. Das besondere an dieser CD sind die
zwischen geschobenen "short cuts", die auf verschiedenen Songs
und Texten anderer Künstler wie Else Lasker-Schüler, Elvis Presley,
Jacques Brel, Paul Simon. "Lichtblau" streckt seine Fühler
weit in den Bereich Konzeptalbum aus. Sängerin Céline Rudolph
glänzt dabei besonders in den "short cuts", die wie Kleinode
aus der lichtblauen Basis leuchten. Bassist André Nendza versteht
es, auf hohem Niveau eine spannende Musik zu spielen, die hart am Rande
des Jazz und der Neuen Musik wandert.(Klaus Hübner July 2002)
CD-Kritik im Kölner Stadtanzeiger
(...) A.tronic ist ein Quell unterschiedlicher Temperamente. All das belebt
das Abenteuer namens Suite, von den sogenannten shortcuts unterbrochen
und weiter verbunden. "Lichtblau" ist perfekt koloriert und
leuchtet überaus hell.
(Martin Woltersdorf September 2002)
CD-Kritik in "Jazzdimensions"
Der Bassist André Nendza ist ein wahrer Tausendsassa und mit Sicherheit
einer der innovativsten und vielseitigsten Jazz-Musiker/Komponisten in
Deutschland. Die Liste seiner Band-Projekte ist unendlich lang und während
sein letztes Werk, die CD "Lichtblau" mit A.Tronic gerade hier
besprochen wird, ist er wahrscheinlich schon längst wieder dabei
drei bis zehn weitere Projekte ins Leben zu rufen.
Man könnte denken, wenn jemand soviel macht, kann nicht alles gut
sein, aber, weit gefehlt, es ist alles gut. Seine Duo-Aufnahmen mit der
Saxophonistin Angelika Niescier genauso wie seine Arbeit mit der deutsch-chilenischen
Band Matucana. Aber bleiben wir bei der wirklich außergewöhnlich
gelungenen CD "Lichtblau". Eine faszinierende Verbindung von
akustischen Instrumenten und elektronischen Loops und Ambient Sounds,
verbunden mit den unterschiedlichsten Einflüssen.
Das musikalische Afrika, Argentinien oder Indien "meets" Contemporary
European Jazz, mit allem, was der zu bieten hat. So ungefähr könnte
man das, was man auf dieser CD zu hören bekommt umschreiben - ohne
Gewähr! Es steckt noch viel mehr drin. Vor allem: die innovative
Kraft von André Nendza zusammen mit der einer illustren Reihe von
erstklassigen Mitmusikern: zum Beispiel einem der besten Jazz-Saxophonisten
überhaupt, Dave Liebman, dem brillianten Trompter Stephan Meinberg,
dem Drummer und Sampler Christoph Hillmann, dem Klarinettist Oliver Leicht
und der großartigen Sängerin Céline Rudolph.
Ein echtes Power-Paket, was sich da unter dem Namen A-Tronic zusammengefunden
hat und einen zum Schwärmen bringt. Ein Genuss.
( Katja Duregger Oktober 2002)
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