CYM 09
Lemke - Nendza - Hillmann
El Arte

Johannes Lemke .Alt + Sopran Saxophon
André Nendza. Kontrabass
Christoph Hillmann. Schlagzeug

Das Debut Album des Trios Nendza Lemke Hillmann besticht durch einen ungewöhlich kompakten Trioklang. Stilistisch begibt sich die Gruppe auf eine Reise, die mit dem Parametern des Jazz nur schwerlich zu beschreiben ist.

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WAZ, 28. November 2005: ... Da schwebten Johannes Lemkes zarte Sopransaxophon-Melodien mit wunderbarer Leichtigkeit über André Nendzas vibrierend-intensiven Bass-Lines, entwickelten sich kammermusikalische Preziosen von entrückender Schönheit. Christoph Hillmann, Deutschlands spannendster und vielseitigster Drummer seiner Generation, gliederte das filigrane Geschehen unaufgeregt elegant mit glänzendem Gespür für sinntragende Akzentuierungen und orientalisch geprägte, polyrhythmische Grooves. An diesem Abend waren Lemke-Nendza-Hillmann perfekt zusammen, faszinierte ihre zeitlos schöne Musik durch eine Eigenständigkeit und stilistische Eleganz, wie sie von deutschen Jazzern sonst nur selten zu hören ist.
Sven Thielmann

Jazzdimensions, 05/05:
... Sonny Rollins hat vor fast einem halben Jahrhundert die Messlatte für diese Instrumentalbesetzung wahrlich hoch gelegt. Lemke, Nendza und Hillmann können erhobenen Hauptes zum Sprung ansetzen.
Herbert Federsel

Music Manual, 01/05: … verneigen sich unisono vor „El Arte“ (Kunst) und schmiegen sich dezent lasziv ans Gewand der Muse. Süßholz raspelndes Saxophon, schmeichelnder Bass und erregt zitternde Perkussion werben um ihre Gunst. Die auch gewährt wird, denn die Musik dieses Trios hat eine intensive Sprachdichte, ob lyrisch-kühl bei „The Concept of North“, krumm modal rockend mit „Steve’s Feet“ oder „Barab“ orientalisch kichernd. …
drums&percussion, Mai/Juni 2005: … Dabei kommt eine eigenständige und packende Mischung heraus, die allen drei Charakteren reichlich Raum für die Entfaltung eigener und gemeinsamer Ideen lässt. Das macht auch beim Zuhören Spaß, denn festgefahren oder vorhersehbar ist hier kaum etwas. …

InMusic, März/April 2005: (****) … Hier treffen magische Elemente des Orients auf handgemachten Modernjazz und frei strukturierte Linien. Freie Improvisationen und ein furioses Ensemblespiel erzeugen klar konturierte Motive und diffizile Stimmungen.
Ute Bahn

Jazz Podium, März 2005: … schaffen eine Gesamtharmonie, dazu schöne Melodien, virtuose Linien, freie Passagen und verschiedenste Stimmungen von „aufgebracht“ bis „verträumt“. Die CD ist an Abwechslungsreichtum kaum zu übertreffen… macht aus dieser CD eine Bereicherung für jeden Haushalt …
Jannek Roland Meyer

KULT, Februar/März 2005: Lebendig und vor Kraft sprühend besteht das Trio das Abenteuer des Klangs meisterlich.
Klaus Hübner

Jazzthetik 02/05: (****) … Lemke selbst, an Alt- und Sopransaxophon gleichermaßen versiert, empfiehlt: «Be Cheerful» - und dazu hat er nach dieser klasse Aufnahme auch allen Grund! Die Kölner Szene, von vielen unter Inzest-Verdacht gestellt, beweist mit El Arte wieder einmal, welch prachtvolle Blüten in ihrem Biotop gedeihen.
ulrike proske

Kölner Stadt Anzeiger, 22/23. Januar 2005: ... Der Vorteil eines Trios kann aber auch darin bestehen, in einem Spontan-Meeting einfach dem Spiel freien Lauf zu lassen.... haften bleiben freilich die Emotionalität von Lemkes Saxofonton. die gravitätische Tiefe von Nendzas Bass, Hillmanns global-schöpferisches Schlagzeug.
Martin Woltersdorf

Brief von Willie Thomas:

Congratulations on a job well done! I just finished 57:20 minutes with Herr Lemke and must say that I am most pleased and impressed with your efforts and the efforts of your comrades. Out of the 12 offerings, I would say that Numbers 6, 8 and 9 might have been my favorites. I do, however, like the title tune El Arte.which is artfully crafted and performed. The afore mentioned favorites seemed provide me with a deeper sense of your real understanding (and chops) of what the term jazz implies. I think that's the area that gives me my greatest challenge with newer, freer and less structured concepts of what might be included under the "jazz umbrella"! For certain, the entire range of compositions on your CD are all written and played at an extremely high level. Evaluating any music at best is most probably based on the concepts and experiences that each listner brings to the performance. I certainly think you accomplished a very difficult task in successfully creating an almost infinite variety of musical sounds and combinations with a limited number of players. That's a real challenge well met!
Willie Thomas

'rohrblatt, 06/05: Bereits zweimal hatte ich das Vergnügen, an dieser Stelle eine CD des Trios "lirico" vorzustellen. Was damals nahezu ausschließlich Programm war, nämlich das lyrische Spiel, ist bei dieser CD im Prinzip auch erhalten geblieben. Dennoch geht das Trio darüber hinaus. "El Arte" - die Kunst - nennen Johannes Lemke, André Nendza und Christoph Hillmann ihre neue CD. Und die Kunst, ihre Kunst, steht dann auch beredt im Mittelpunkt. LEMKE - er spielt zumeist Altsaxophon - tritt in diversen Stimmungen hervor, etwa übermütig in "Be Cheerful", skurril in "Kirek", volkstümlich in Waiting, schwermütig in "The Concept Of North" oder pastoral in "Oh, Brother", wobei er sein technisches Können ganz in den Dienst der Sache stellt. Ähnliches trifft für NENDZA zu, der mit hervorragender Solistik in "El Arte" oder seiner Featurenummer "Say No More" etwa zu glänzen versteht. Und HILLMANN ist ein "melodischer" Perkussionist, der auf seinen Instrumenten wahre Geschichten zu erzählen vermag. Aber diese CD ist nicht die CD der einzelnen Musiker. Hier spielt auch - und vor allem - ein Trio, dessen Musiker auf der gleichen Wellenlänge liegen. Im Duo oder im Trio bieten sie teilweise Erstaunliches. Hören Sie z.B. die bopigen Unisono-Parts in "Steve's Feet". Es gäbe noch viel Lobendes zu Sagen. Aber Worte genügen da manchmal nicht. Diese CD muss man hören, immer wieder hören, um immer wieder Neues und Schönes zu entdecken.
Gerhard Conrad

 

 

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